Wow, bin ich spät dran, meinen Monatsrückblick für den Juli zu schreiben. Das liegt einfach daran, dass ich bis gestern noch an meinem Beitrag über unseren Aufenthalt in Apulien geschrieben habe, und so gerne ich Dinge gleichzeitig machen würde, 2 Beiträge gleichzeitig zu schreiben schaffe ich nicht. So kommt mein Monatsrückblick für den Juli diesmal kurz und knapp daher.
Wie war mein Juli? Er war gefüllt mit vielen Glücksmomenten, Fluchten in den kühlen Keller, Last-Minute-Nähaktionen, einer italienischen Hochzeit, Sightseeing und kulinarischen Genüssen.
Der Bauch spannt? – Man kann „ihn“ öffnen
Wer unter den Näherinnen kennt es nicht? Es ist doch immer dasselbe, kurz vor dem Urlaub fällt einem dennoch etwas ein, was man doch noch unbedingt nähen muss. So war das natürlich auch wieder bei mir. Eine Woche vor unserem Abflug nach Apulien wollte ich unbedingt 2 Wickelröcke nähen, die dann kurz vor knapp fertig wurden. Warum unbedingt Wickelröcke? Nun wir gingen nach Apulien und da gibt es so unglaublich viele Leckereien denen ich auf keinen Fall widerstehen konnte und wollte. Ein Wickelrock ist super, denn man kann, wenn der Bauch spannt den Knoten ganz unbemerkt ein wenig öffnen und zack, schon passt er wieder bequem 🤭.Das Gute an meiner Last-Minute-Aktion: Mein Nähzimmer ist im Keller, wo es bei dieser brütenden Hitze superangenehm war.


Zum Glück kam ich nicht auf die Idee, mir ein Outfit für die Hochzeit zu nähen, sondern habe mir ein luftiges Leinenkleid über Etsy nähen lassen – es kam einen Tag vor unserem Abflug, ups, das war knapp. Ich konnte es gerade noch waschen, gebügelt wurde es dann im Urlaub.

In der zweiten Woche war viel „dolce vita“ bei unserem Familienurlaub und der Hochzeitsfeier in Noci. Was da alles los war, gibt es hier zu lesen.
Zurück in „The Länd“
Puh, die Hitze war wirklich nicht mehr lustig, aber man kann sich ja nicht nur im Haus und Nähzimmer aufhalten. Eine Idee musste her und wir entschlossen uns am Wochenende zu einer kleinen Wanderung, also gaaaanz gemütlich natürlich, in der Bodenbachschlucht. Hier konnten wir es gut aushalten, über Stock und Stein, entlang des Bodenbachs, der auch schon höhere Pegel hatte. Wir waren schon oft in der Schlucht unterwegs und diesmal erschrocken zu sehen, wie selbst hier die Trockenheit der Natur zu schaffen macht.

Alle Welt und wir zu Gast in Heidelberg
In der 3. Woche hatten wir einen Termin in Heidelberg und nutzten das dann gleich, um im Anschluss mal wieder durch Heidelberg zu bummeln. Wow, da war es richtig voll, unglaublich viele Touristen aus den verschiedensten Ländern der Welt, junge Menschen, die ganz in Weiß gekleidet zu einem „Dinner in White“ gingen, Musikanten, die den Passanten ein Ständchen spielten. Wir setzten uns auf eine Bank in der Fußgängerzone und beobachteten das bunte Treiben.


Ich muss wieder in den Keller
Die Wärme treibt mich immer wieder in den Keller und so nähe ich für meinen kleinen Schatz ein paar Höschen und bereite den Beitrag über Apulien vor.


Herrje, das braucht kein Mensch
Es begann am Sonntagabend, nach unserem Familiengrillen mit ToMaKi (Tochter, Mann, Kind). Ich saß gemütlich auf dem Sofa und ließ mich mit dem „Tatort“ berieseln, als ich dachte, es hätte mich eine kleine Schnake in den Hals gestochen. Ich konnte keinen Stich sehen, aber es juckte. Schön wäre es gewesen, denn im Laufe der nächsten 2 Tage entwickelte ich eine fiese Nesselsucht am Dekolleté, Hals bis hoch zu den Wangen. Nach einigen Tagen erfolgloser Selbstmedikation sah ich ein, dass ich meinen Arzt aufsuchen sollte. Diese Medikation ließ es allerdings nach fast 2 Wochen Geduld auch nicht verschwinden und es folgte noch eine erste Videosprechstunde. Ich muss sagen, das ist wirklich etwas sehr Geschicktes, vor allem wenn man vorher ja schon dort war und eigentlich nur eine weitere Vorgehensweise besprechen muss. Ich bekam ein Rezept für eine Cortisonsalbe, auf meine Versichertenkarte gebucht, die ich nur auf den Hals auftragen sollte. Am nächsten Tag setzte bereits die Besserung ein – ich ließ die Cortisonsalbe wieder sein und behandle weiter mit sanfter Creme und Allergietabletten. Was die ganze Misere ausgelöst hat, dazu gibt es verschiedene Spekulationen. Wichtig ist mir nur, dass es immer besser wird und dann auch hoffentlich bald ganz weg sein wird.
Das Leckerste zuletzt
Als ich letztens in der Stadt war, sah ich ein Plakat, auf dem das „Thai Food Festival“ für das letzte Juliwochenende beworben wurde. Dass ich mir das natürlich nicht entgehen lassen konnte, war klar. Ich war noch nie dort, habe aber bisher nur Gutes davon gehört. Ich hatte mir extra eine Erinnerung in den Handykalender gemacht, damit ich es auf keinen Fall verpassen konnte, und so machten mein Lieblingsmann und ich uns am Freitagabend auf den Weg in den Wertwiesenpark.

Und sonst so? Fast-Media oder Slow-Media?
Ich bin nun schon seit mehr als einem Monat social-media-frei und vermisse rein gar nichts, ich habe nur gewonnen. Dieses ewige kurz-mal-reinschauen, um dann in der Scrollerei hängen zu bleiben – ich hatte die Nase voll, wollte und will meine Lebenszeit lieber mit anderen Dingen füllen. Fast-Media gibt mir nichts, es raubt mir Zeit und versetzt mich in ein ständiges Wechselbad der Emotionen, auch durch die ständigen Schnipsel verschiedenster „Informationen“. In einem Moment gibt es den neuesten Make-up-Trend, worauf gleich ein Video von hungernden Menschen in Krisengebieten folgt, um dann von einem lustigen Prank abgelöst zu werden … Ich habe beschlossen: Fast-Media kann weg für mich, ich will Slow-Media für mehr Tiefe.
Slow Media bedeutet für mich Qualität statt Quantität, Tiefe statt Oberflächlichkeit .Ich lese gerne in Blogs oder höre verschiedene Podcast, setze mich an die Nähmaschine oder schwinge die Strick- oder Häkelnadel. Dinge halt, die Zeit brauchen und mir dafür auch etwas zurückgeben.
Was habe ich in diesem Monat noch geschrieben?
Tatsächlich war ich beim Monatsrückblick vom Juni auch ein klitzekleinwenig später dran
Die Entstehungsgeschichte vom bunten Häkeltop
Geschrieben im Juli, aber est am1. August veröffentlicht, meine Urlaubsstory von Apulien
Verlinkt wurde der Monatsrückblick bei Antetanni, weil ich das Bingofeld „mich kann man öffnen“ ankreuzen konnte.
Wie war es vor einem Jahr ?
Wie war dein Juli, erzähl mir davon!
Dein Kommentar ist wie das Salz in der Suppe – ohne ihn fehlt was!
Er bringt Leben in den Blog – ich freu mich riesig darauf

Liebe Nette,
habe deinen Monatsrückblick in der Liste bei Judith gefunden, auch ich war mit meiner Verlinkung echt spät dran, war im Urlaub und dann darf das Laptop auch mal schlafen:-)
Ein Wickelrock! Selbstgenäht! Sogar zwei! Wow, ich feiere deine stoffliche Kreativität!
Eine Nähmaschine besitze ich auch, aber außer einfachen Flickarbeiten habe ich schon ewig nicht mehr zustande gebracht.
Dafür Worte, lach, das ist definitv „eher meins“.
Ich grüße dich unbekannterweise,
dein Foto von den SUPlern auf dem Neckar in Heidelberg ist mein persönliches Lieblingsfoto.
Danke für deine Eindrücke und das Mitlesenlassen …
Mit KREativen Grüßen
Gabi
Liebe Gabi,
da haben wir ja schon etwas gemeinsam, das Lieblingsfoto und die Verspätung 😉
Mit Worten kannst du wirklich super umgehen, ich habe natürlich gleich mal zu dir rübergeschaut und mir gefällt, was ich von dir lese.
Liebe Grüße
Antonette
Toller Rückblick 😍
Dankeschön, fang doch auch an zu schreiben 🤗
Liebe Antonette,
deinen Rückblick zu lesen und die Bilder anzuschauen hat so viel Spaß gemacht! Ich mag deine Kleider, ob selbst- oder „fremd“genäht. Die kleine Hose aus dem alten Herrenhemd ist allerliebst. Nähen kann ich so gar nicht, aber die Wanderung im bewaldeten Tal wäre auch was für mich, ebenso wie ein Food-Festival. Und bei Slow-Media bin ich auch dabei bzw. sogar bei No-Social-Media (warum, erzähle ich auf meinem Blog).
Vielen Dank für diesen herrlich bunten und fröhlichen Einblick 😊🧡.
Liebe Grüße
Franziska
Liebe Franziska,
wie schön, dass ich dir eine Freude machen konnte. Ich kann mir schon ein wenig vorstellen, warum du meine Kleider magst, sie sind genauso fröhlich bunt wie deine Aquarelle.
jetzt muss ich mal bei drauf dem Blog schauen warum No-Social-Media. Wenn du magst, kommentiere nochmal und schick den link dazu mit.
Hab einen bunten Tag
Antonette
Liebe Antonette,
ja, dein Verdacht, warum ich deine Kleider so mag, stimmt 😊. Es tut mir gut, wenn Dinge, ob Kleidung, Bilder, Deko, Fassaden, Blumen u. a., bunte Fröhlichkeit in den Alltag bringen. Aber deine Kleider finde ich auch an sich so hübsch, originell und Stichwort Wickelrock: praktisch 😊.
Danke für die Einladung, den Link zu meinem Blogartikel „Kein Social Media“ hier zu posten. Also, falls es jemanden interessiert, hier ist er: https://enjoy-aquarell.de/kein-social-media/.
Bunte Grüße
Franziska
Liebe Franziska,
Fröhlichkeit kann man gar nicht genug haben 🙂
Dank für den link.
Liebe Grüße
Antonette
Liebe Antonette,
wieder so ein bunter, lebendiger Rückblick. Dein Wickelrock ist superschön und praktisch noch dazu. Ach herrje wie lange habe ich keinen Wickelrock mehr getragen“! Bei mir schlummert auch noch eine Nähmaschine im Schrank. Na wer weiß, vielleicht hole ich sie diesen Herbst oder Winter tatsächlich mal wieder hervor.
Und auf die herrliche Landschaft bei Dir bin ich schon ein wenig neidisch. So viele Bäume und dann diese wunderschöne Schlucht!
Deinen bewussten Verzicht auf Social Media kann ich ebenfalls sehr gut nachvollziehen. Auch ich merke immer mehr, wie gut es mir tut, bewusster auszuwählen, was und wie viel ich dort konsumiere.
Ich wünsche Dir viele bewusste Momente,
liebe Grüße Heike
Liebe Heike,
komischerweise denke ich oft bevor ich den Rückblick schreibe, dass doch gar nichts passiert ist im vergangenen Monat und wundere ich mich am Ende, dass doch was los war.
Liebe Grüße
Antonette